Arminius X - Strategische Interventionen; Erweiterung & Vernetzung

Nach dem starken wirtschaftlichen Rückgang der letzten 20 Jahren, wurde Ende 2008 die Arminius Markthalle für den Verkauf ausgeschrieben. Von Interessenten wurde die Vorlage eines Nutzungskonzeptes gefordert, bei dem großflächiger Einzelhandel ausgeschlossen wird. Im Ergebnis fand sich Die Zunft AG die nun an einem nachhaltigen Erneuerungsprozess arbeitet. Im laufenden Jahr müssen die bisherigen Strategien der Markthalle in Frage gestellt werden, um die Zukunft des Standortes gemeinsam mit den beteiligten Akteuren und der Kiezanwohner, nachhaltig und erfolgreich zu definieren.

Ein neues Konzept für eine tragfähige Mischnutzung, welches im Mittelpunkt das Erhalten des kleinteiligen Einzelhandels hat, soll nun erarbeitet werden.

Die hier vorgestellete Arbeit wurde im Rahmen einer Architekturdiplomarbeit an der TU-Berlin erstellt. Das Erhalten der originalen Funktion des Gebäudes war ein wichtiges Ziel. Aus städtebaulicher Sicht ist diese historische Funktion für die Gesamtkomposition des moabiter Zentrums stark prägend. Das Stadtelement "Markthalle" trägt zur dynamischen Gestaltung des öffentlichen Raumes, sowie zur Stärkung der sozialen Struktur des Stadtteils bei. Das Gesamtkonzept muss somit hauptsächlich aus dieser Funktion, städtebaulichen Lage, Formsprache und Tragstruktur der denkmalgeschützten Halle abgeleitet werden. Mit der Errichtung des Rathauses Tiergarten am Arminius Platz, unmittelbar vor der Arminius Halle, wurde das ursprüngliche städtebauliche Konzept des Vorplatzes an der Markthalle zerstört und damit auch ihre Wirtschaftlichkeit stark beeinträchtigt. Die Nähe am Mathilde-Jacob Platz und dem Kleinen Tiergarten, sollte als Revitalisierungspotential fungieren.
Im neuen Nutzungsprogramm der Markthalle wurden zu dem kleinteiligen Einzelhandel weitere Funktionen hinzugefügt.


31 January 2011

HUMANA. Leben in Berlin

Aus der Webseite: http://www.interpicnic.de/index.htm

Die Protagonisten sind original Humana Schmusetiere. Sie wurden geliebt. Sie wurden weggegeben. Sie wurden für einen Euro an Andreas Walter verkauft.
Die Zuschauer sitzen und stehen vor einem erleuchteten Kasten. Kein Fernseher, sondern Bühne der monatlichen Second-Hand-Schmusetier-Soap: Humana - Leben in Berlin.
Gezeigt wird ein dreissigminütiger Einblick in das Alltagsleben halbjunger Berliner. Neben Ralf, einem Stoffschwein, streiten und lieben sich Gabi, Jenni, Guido und andere Berliner Igel, Hasen und Hunde in einem Umzugskarton. Die Kulissen sind Dias von Berliner Cafés, Straßen und Wohnzimmern.
Jeden Monat werden in Second-Hand-Läden und Kleiderkammern Plüschtiere gecastet. Sie spielen Rollen, die jeder kennt und wiedererkennt: die Hasen-Sachbearbeiterin mit Rüschenkragen, der Bärenvater in Midlifecrisis und Kunstlederanzug, die fahrige Sozialarbeiter-Schildkröte, aber auch Plüschwesen der aktuellen Prominenz und Halbprominenz.
Auch die Themen der Soap sind vertraut, und so kann es sein, dass man sich in einer der Folgen selbst wiederfindet: in seiner Beziehung (Gabi macht Schluss), im Konflikt mit den Eltern (Vater, es reicht!) oder in der Arbeitslosigkeit (Ein Job für Ralf).
Neben dem Karton stehen Andreas Walter und Ulrike Dittrich auf Bierkisten und agieren gleichzeitig als Darsteller und Puppenspieler. Nach einer halben Stunde verstauen die Macher des Projekts interpicnic Bühne, Technik und Ensemble wieder in ihrem Rucksack - nicht ohne vorher den Konflikt der nächsten Folge anzureißen.


TAZ 28/29.08.04 - CBR
Gute Stofftiere, schlechte Stofftiere
Mein Teddy fristet seit geraumer Zeit ein unwürdiges Dasein auf dem Schrank. Was macht man mit alten Plüschtieren? Wegwerfen? Nein, lieber ins Humana bringen, denn dort castet Andreas Walter Kuscheltiere für die einzige Schmusetier-Soap Berlins.



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